Ehemalige Waldorfschülerin gewinnt Oscar

Ihre schönsten Schuljahre waren an der Steinplatte, verriet Sandra Bullock einer Nürnberger Zeitung vor einigen Jahren. Sie wurde 1970 in die Rudolf Steiner-Schule am Steinplattenweg in Nürnberg eingeschult und verbrachte knapp drei Jahre dort, bis sie in die USA auswanderte. Jetzt gewann sie den Oscar als "beste Schauspielerin".

Viele Waldorfschülerinnen und -schüler scheinen Schauspieler zu werden. Die "Internationale Liste prominenter Ex-Waldorfschüler" ist mit Schauspielern dicht besät:

Jennifer Aniston, Caspar Arnhold, Amadeus August, Marie Bäumer, Christoph Bantzer, Henning Baum, Maja Beckmann, Leonie Benesch, Oliver Boysen, Volker Brandt, Nicolai Cleve Broch, Candis Cayne, Tim Daly, Floriane Daniel, August Diehl, Karoline Eichhorn, Eindride Eidsvold, Gard B. Eidsvold, Chris Elliott, Barbara Feltus (früher Becker), Andreas Günther, Cosma Shiva Hagen, Raimund Harmstorf, Rutger Hauer, Ruth Hausmeister, Judith Hellebronth, Heidi Herala, Karoline Herfurth, Kjersti Holmen, Kristoffer Joner, Paula Kalenberg, Celia Kim, Juliane Köhler, Heiner Lauterbach, Veruschka von Lehndorff, Johanna Liebeneiner, Kristanna Loken, Martin Lüttge, Julianna Margulies, Annette Mayer, Gabriel Merz, Wotan Wilke Möhring, Jimi Blue Ochsenknecht, Anna Paquin, John Polson, Ole Puppe, Christian Quadflieg, William Roache, Johan Schildt, Jenny Schily, Sonja Schmidt, Martin Semmelrogge, Anja Stadlober, William Lee Scott, Dietz Werner Steck, Peter Striebeck, Oliver Tobias, Carry Tefsen, Justin Theroux, Cecilie Thomsen, Pia Tjelta, Barbara Valentin, Anneke von der Lippe, Hans-Jochen Wagner, Theresia Walser, Veronica Webb, Samuel Weiss, Ina Weisse, Katja Weitzenböck, Kai Wiesinger, Roeland Wiesnekker und Luke Wilkins.

"All the world's a stage", lässt Shakespeare seinen Jaques in "As You Like It" sagen, "And all the men and women merely players". Sich Zeit für Spiele und Theaterspiele nehmen: auch das ist ein Standbein der Waldorfschule. Wie das Künstlerische überhaupt. Kunst an Waldorfschulen beschränkt sich aber nicht auf den Kunstunterricht. Jedes Fach sollte künstlerisch durchdrungen werden. Denn das Unterrichten selber kann künstlerisch gestaltet werden, indem zum Beispiel auf die Rhythmen im Unterrichtsgespräch geachtet wird. Aufmerksamkeit und Tun können wie eine Art Ein- und Ausatmen den Unterricht rhythmisch gliedern. Das ist für Schüler wohltuend.

Detlef Hardorp
Presse - und Bildungspolitischer Sprecher der Waldorfschulen in Berlin-Brandenburg


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